Zahnarzt Rosenheim
Bilder Trinkwassertalsperre Frauenau

Archiv für September 2009

Ein paar Daten…

von am 28.09.2009 unter Probelauf, Reisevorbereitungen

Für alle, die auf nackte Zahlen stehen, gibt es hier ein paar Daten unseres Navis von der Probefahrt am Wochenende. Die 108 km/h sind wohl nur einem SEHR steilen Berg zu verdanken, ansonsten liegt unsere perfekte Reisegeschwindigkeit eigentlich so bei 90 km/h (+- 5). Durch die vielen Steigungen des bayerischen Walds konnten wir diese leider nicht immer halten und wir mussten teilweise mit 30 daherfahren (zum Missfallen der Autos hinter uns, die durch die wunderschöne Rauchwolke zudem nichts mehr sehen konnten).

iGo8 Screenshot Fahrtenbuch

Unser Fahrtenbuch

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Unser erstes Bus Abenteuer – Der Morgen (Teil 2)

von am 27.09.2009 unter Probelauf, Reisevorbereitungen

…aufgewacht sind wir nach wenigen Stunden Schlaf sehr plötzlich mit einem Adrenalinstoß:
Neben uns (mitten im für Fahrzeuge gesperrten Naturpark) hatte ein Auto mit laufendem Motor gehalten. Ein Mann schlich misstrauisch herum und inspizierte unseren Bus, während wir hinter den komplett beschlagenen Scheiben lagen und versuchten uns ja nicht bemerkbar zu machen.
Was ihn dazu bewogen hat, wieder weiterzufahren, wir wissen es nicht. Offensichtlich hat er auch niemanden über unser Dasein informiert, denn während wir erstmal gemütlich aufstanden, die schöne Aussicht genossen und das Innere des eiskalten Busses mit Gasherd und Kaffeeduft wieder auf Temperatur brachten, fuhren nur einige frühe Radfahrer kopfschüttelnd vorbei.

Kurz zum Aufwärmen in die ersten Sonnenstrahlen an den Strand gestellt, dann mussten wir erst wieder alles zusammenpacken, saubermachen und den Bus wieder in einen fahrbereiten Zustand bringen.
Beim Starten des kalten Dieselmotors der Wiese als Abschiedsgruß noch schnell einen Teppich aus Rauch hinterlassen und es ging wieder los – diesmal wollten wir lieber auf dem geteerten Radweg um den See bleiben, während dessen Umrundung uns dann auch bald etliche Wanderer entgegenkamen, die wir stets fröhlich grüßten, die diesen aber nur teilweise recht heiter erwiederten.

Wiedereinmal wurde aus dem schön geteerten Waldweg nach kurzer Zeit doch wieder eine schmale Fahrschneiße, auf der ich unseren Bus mitten durch das Unterholz, über Äste, bergauf und bergab und immer den größten Schlaglöchern ausweichend aus dem Wald hinausmanövrierte.
All das hat der Bus problemlos auf sich genommen – der großen Bodenfreiheit sei gedankt – dennoch waren wir froh, als wir wieder Teer und Zivilisation um uns hatten.

Zunächst wollten wir an diesem Morgen noch einen Abstecher in die Tschechei machen, nein, nicht was IHR jetzt denkt, nur um zu tanken. Davor hatten wir allerdings noch unsere erste Polizeikontrolle – tja, wer hätts gedacht, wir fallen auf!
Nach der Kontrolle unserer Ausweise und der Fahrzeugpapiere konnten wir aber schnell weiterfahren, wie auf dem Navi sichtbar wurde, war die Grenze gar nicht so nah wie angenommen. Aber nach einiger Kurverei haben wir die erste Tankstelle in der Tschechei erreicht und mussten schnell feststellen: Auch wenn Benzin dort billiger ist, Diesel ist fast genauso teuer wie bei uns.

Nach diesem einstündigen, völlig sinnlosen Ausflug ins Nachbarland machten wir uns also wieder auf die ereignislose Rückreise. Inzwischen dämmerte es auch dem letzten, dass wir es nie mehr rechtzeitig um 11 zum kostenlosen Wahlfrühstück beim Schachtelwirt schaffen würden… naja, vielleicht auch ganz gut so. Es lagen eh noch irgendwo im Bus drei zähe Käsebrezen von John.

Wie wir inwischen wussten, lag die Trinkwassertalsperre gar nicht so nah am Wohnort von Marcus Oma und der Abstecher in die Tschechei hatte uns nur noch weiter wegverschlagen.
Da die Tankuhr aber beharrlich bei einem Viertel stand, beschlossen wir, erst direkt vor unserem Ziel den Tank für die Überwinterung aufzufüllen.

Nach einem Zwischenstop bei anderen Verwandten von Marcus und einigen weiteren Umleitungsschildern, die zu ignorieren sich allerdings als bessere Methode herausstellte, kamen wir schlussendlich an.

Kurz vor dem Ort leerten wir noch den Abwassertank, säuberten den Bus grob und überließen es dann John, die letzten paar Meter auf den Hof zu fahren. Obwohl dieser mit so vielen Handlungen gleichzeitig (Bremsen, Kuppeln, Schalten, Lenken) noch sichtlich überfordert war, schafften wir auch diese letzte Etappe unfallfrei und konnten, nachdem wir Mensch und Tier begrüßt hatten, unseren Buß zu seinem vorläufigen Abstellplatz rangieren, nicht ohne uns noch tränenreich zu verabschieden.

Ohne Verköstigung wollte Marcus Oma uns keinesfalls gehen lassen, ob wir wollten oder nicht, und so machten wir uns um 3 Uhr mit vollem Bauch und übernächtig auf die Heimreise mit Marcus Vater.

Obwohl diese mit fast doppelter Reisegeschwindigkeit ungleich schneller verging, haben wir unseren langsamen Bus nicht nur wegen des großen Platzangebots längst ins Herz geschlossen.
Da inzwischen immer mehr Schrauben und Bretter anfangen, mit der Motorfrequenz zu vibrieren, sich die Lüftung nicht mehr anschalten lässt und unser „neuer“ Radio mehrmals (vermutlich wegen Überhitzung) aufgegeben hat, können wir über jede Neuentdeckung, z.B. dass der Radio ausgeht, sobald man den Kühlschrank während der Fahrt anschaltet, nur noch lachen.
In diesem Sinne: It’s not a bug – it’s a feature!

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Unser erstes Bus Abenteuer – Der Abend (Teil 1)

von am 27.09.2009 unter Probelauf, Reisevorbereitungen

…und gleichzeitig: mein erster Artikel! Jetzt kann ich wohl nicht mehr aus…

Unser Plan für dieses Wochenende sah so aus: Am Samstagabend möglichst früh losfahren, nach Niederbayern zur Trinkwassertalsperre Frauenau fahren und dort als eine Art Testlauf eine Nacht verbringen, am nächsten Morgen weiter zu Marcus Oma, wo wir den Bus bis nächstes Jahr unterstellen.

In der Praxis wurde natürlich alles viel komplizierter und auch viel lustiger. Es fing ja schonmal damit an, dass keiner von uns rechtzeitig seine Sachen beisammen hatte und bis wir mal alle mit unserm Kram abfahrbereit im Bus saßen, wars dann auch schon 8.
Über Landshut wollten wir auf der Landstraße dann Richtung Straubing, weil auf der Autobahn die LKWs doch schnell unangenehm werden. Dass es ohne unerwartete Umleitungen nicht gehen konnte, haben wir schnell festgestellt. Dass Marcus, der für unser Abendessen die Nudeln beisteuern sollte, diese aber daheim vergessen hat, auch. Also eine Tankstelle gesucht, bei der es Fertignudeln gibt und mit 2 Packungen gut&günstig Spaghetti Rot-Weiß gings nach einem Fahrerwechsel weiter zu unserem Ziel für diesen (schon weit fortgeschrittenen) Abend.

Marcus hatte auf GoogleMaps „ganz in der Nähe“ den Trinkwasserspeichersee entdeckt, mit schönen Fotos und schnell auf dem Satellitenbild eine Straße gefunden „wo man direkt am Ufer parken kann“. Meiner Frage, ob man da überhaupt hinfahren darf, wurde keine große Beachtung geschenkt.
Wie sich also schnell herausstellte, nachdem wir auf immer schmäleren Straßen durch immer kleinere Dörfchen fuhren, bis der Asphalt schließlich ganz aufhörte: Marcus Zielort lag mitten im Naturpark Bayerischer Wald, also wirklich – mitten – im – Wald.
An uralten Höfen vorbei, immer auf den Feldwegen, die in der Dunkelheit (es war mittlerweile schon 12 Uhr) am ehesten befahrbar aussahen, arbeiteten wir uns langsam zu den Punkt, der auf Marcus iPhone markiert war, vor. Die „Straße“, als wir sie endlich gefunden hatten, stellte sich heraus als ein steil zum Ufer abfallender Traktorpfad zwischen bis zum Abtransport gelagerten Brennholzstößen. Nicht einmal mit einem Syncro hätten wir uns da hinuntergetraut.

Also auf dem Kiesweg weiter um den See herum, mit der Maglite immer auf der Suche nach einem Platz zum Übernachten. Am anderen Ende des Sees dann, zu unserer Überraschung sogar wieder auf einer schmalen Teerstraße, ein schönes Fleckchen Wiese mit Blick auf den See. Darüber der unglaublich klare Sternenhimmel – logisch, die einzigen die hier die Luft mit Abgasen verpesteten, waren schließlich wir mit unserem Diesel.
Gleich am Straßenrand, zur Sicherheit noch halb auf dem Asphalt, Steckenbleiben wäre der GAU, sollte also unser erstes Nachtlager sein.

Um mittlerweile 1 Uhr früh fingen wir mit knurrendem Magen endlich an zu Kochen, noch nicht sehr vertraut mit Johns mickrigem Campinggeschirr und den engen Platzverhältnissen im Bus. Aber es wurde trotzdem was und so konnten wir uns etwas später mit dem mitgebrachten Unertl und einer Flasche Sauvignon Blanc satt zurücklehnen.
Das frühere Vorhaben, den restlichen „Abend“ zum weiteren Planen zu nutzen haben wir schnell aufgegeben und so gings nur noch kurz zum Sterne schauen raus aus dem warmen Bus, bis uns die Kälte wieder zurückgetrieben hat und wir schnell ins Bett fielen.

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Unser Bus

von am 22.09.2009 unter Autokauf, Reisevorbereitungen

Und es kam, wie es kommen musste…

Zwar war der Besitzer nicht vor Ort, aber er meinte, seine Oma würde uns schon aufmachen und der Schlüssel würde stecken. Als wir die Adresse ins Navi eingeben wollten, fiel mir ein, dass mir nichts einfiel. Hatte ich doch glatt die Hausnummer vergessen. In der einzigen langen Straße des Dorfes angelangt, meinten wir einstimmig: So finden wir den nie – Ahh, da ist er! Vollbremsung und zurück, da stand er schon. 🙂

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Das ist er!

Mein erstes persönliches Manko war ja sofort: keine runden Scheinwerfer. Aber das Gesamtbild konnte mich schnell überzeugen. Die Anderen waren sofort Feuer und Flamme. Von außen war der Zustand super, genauso wie innen. Eine top gepflegte Westfalia Club Joker Ausstattung. Beim Aufdrehen des Wasserhahns der Westfalia-Spül-Herd-Kombination erwartete uns fließendes und vor allem sauberes Wasser. Diesen Bus konnte man kaufen und gleich losfahren!

Liebe auf den ersten Blick könnte man sagen. Ein Klappdach ohne Risse im Stoff, alles sauber, richtige Matratzen ohne Eigenleben, ein funktionierender Gas/E-Kühlschrank und Ledersitze. Dank neuer Starterbatterie sprang er sofort an und auf der kurzen Probefahrt überzeugte er uns komplett. Das wird er, unser erstes (gemeinsames) Auto, unser Europabus.

Leider war, wie gesagt, der Besitzer nicht zu Hause. Sein Bruder konnte uns kaum Fragen beantworten, sodass wir beschlossen, gleich am nächsten Tag anzurufen. Wir fragten nach ein paar Kleinigkeiten, aber nachdem er erwähnt hatte, dass er Mechatronik-Meister war und den Motor überholt hatte, war für uns die Sache schon im Kasten. Jetzt musste nur noch der Preis stimmen. 3000€ war unsere absolute Schmerzgrenze. Leider konnten wir ihn nicht unter 3200€ drücken. Trotzdem 200€ gespart.

Aber nachdem der Kauf beschlossene Sache war, gingen die Probleme erst so richtig los: Wie bekommen wir ihn ohne Zulassung nach Hause? Kurzzeitkennzeichen kosten knapp 100€. Geld, dass wir nicht haben. Wo stellen wir ihn unter? Fragen über Fragen und Stress ohne Ende. Mal schaun, was das noch wird! 😀

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Wir brauchen einen fahrbaren Untersatz (Teil 3)

von am 20.09.2009 unter Autokauf, Reisevorbereitungen

Jetzt kommt es Schlag auf Schlag.

Heute ging es nach knapp eine Woche wieder los. Kurz nach Mittag wurde beschlossen, sich auf die schnelle noch 2 Busse anzuschauen.

Da wir kein Auto zur Hand hatten, wurde kurzerhand unser Freund Philipp (Danke!) angerufen, da dieser das Glück hat, einen eigenen Mercedes zu besitzen. Wie für ihn typisch, war er weder daheim noch am Handy zu erreichen. Darauf beschloss ich, zu ihm nach Hause zu fahren und ihn wach zu klingeln, da er, wie ich vermutete, wohl noch schlief (um halb 1!!!!).

Nach 10 Minuten Dauerklingeln machte mir dann eine verschlafene Gestalt auf, die schnell übezeugt wurde, uns zu fahren.

Um 2 hatten wir dann John und Tobi (der noch schnell ungeduscht vom Pfadfinderlager abgeholt wurde) im Auto und wir schossen auf der Landstraße erneut Richtung München.

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So sieht die Hochdach-Variante des VW Busses aus. Im Gegensatz zu den anderen Bussen stammt die Camping-Ausstattung von Reimo und nicht von Westfalia.

Am Ziel (dank Johns Navi) angekommen, sprang uns der Bus auch sofort ins Auge. Er war rot und hatte ein weißes Hochdach. Kaum Rost war zu sehen, was wohl daran lag, dass ihn der jetzige Besitzer abgeschliffen und neu lackiert hatte. Die Innenausstattung machte im Vergleich zu allem, was wir vorher gesehen hatten, einen wesentlich besseren Eindruck auf uns. Allerdings würde hier auch noch viel Arbeit vor uns liegen. Die Innenverkleidung war nicht komplett, Plastikbeschläge wellten sich, Türen schlossen nicht richtig und viele weitere Kleinigkeiten. [Anm. des Lektors: Außerdem lag der kaputte Schwenktisch im Hochdach und knallte mir bei der erstbesten Bremsung fast auf die Füße]

Nach unserer längsten Probefahrt bis jetzt 😉 beschlossen wir einstimmig, dass sich der Motor gut anhört.

Total überzeugt kamen wir wieder zu seinem Besitzer zurück. Nach einer kurzen Absprache unsererseits gingen wir in die Verhandlung.

Mit 3200€ wurde er im Internet angeboten. Wir hatten uns viele Kleinigkeiten zurechtgelegt, um den Preis zu drücken und fingen erst einmal an, dass wir keine 3200€ hatten, was auch der Realität entsprach. Aber was wir uns vorstellen könnten, wären 2800€. Als der Besitzer dies bejahte und nochmals 50€ von sich aus herunterging staunten wir nicht schlecht.

„Wir haben unseren Bus“ dachten wir wohl alle in diesem Moment. Trotzdem reservierten wir diesen ersteinmal, da wir trotzdem noch den Bus in der Nähe anschaun wollten. Wir waren ja gerade eh dort.

Also Philipp überzeugt, nochmal 75 km zu fahren und nach einem kurzen Stop beim Schachtelwirt gings auf Richtung Ingolstadt.

Und es kam natürlich, wie es kommen musste…….

Fortsetzung folgt…..

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