Zahnarzt Rosenheim
Bilder Trinkwassertalsperre Frauenau

Bei 40 Grad im Schatten in Sevilla

von am 20.08.2010 unter (15) Spanien, Europareise

Tobis Wunsch war es, auf dem Weg nach Gibraltar noch kurz in Sevilla vorbeizuschauen, da es eh auf dem Weg liegt. Als wir in die Stadt fuhren, wurden wir gleich von Temperaturanzeigen jenseits der 40 begrüßt. Der stockende Verkehr (und der dadurch fehlende Fahrtwind) ließen uns im unklimatisierten Bus kochen. Als wir einen Parkplatz gefunden hatten spürten wir die Hitze direkt auf unseren Köpfen: fast unerträglich. Es schien, als könnte man die stehende Luft mit einem Messer durchschneiden.

Unser Weg führte uns durch einen schattenspendenden Park, um dann anschließend in die Innenstadt zu gehen. Die dortigen Gässchen sind sehr schön; gerne hätten wir in einem der Restaurants dort gegessen, doch leider war das zu teuer für uns. Die drittgrößte Kathedrale der Welt steht in Sevilla (Platz 2: London, Platz 1: Rom). Die wollten wir besuchen, doch leider muss man dafür Eintritt zahlen, also kam das für uns auch nicht in Frage. Danach trennten uns unsere Wege leider durch einige „Kommunikationsprobleme“. Ich setzte mich deswegen in ein an der Straße liegendes und klimatisiertes Starbucks-Café, während Tobi und Marcus noch kurz durch Sevilla liefen. Dann fanden wir uns alle wieder und wir gingen wieder zurück zum Auto. Jetzt konnte es weitergehen nach Gibraltar.

Lissabon und seine alten Trambahnen

von am 19.08.2010 unter (16) Portugal, Europareise

Wie in jeder Stadt war in Lissabon das erste Ziel die Tourist-Info. Nach einer Stunde umherirren hatten Marcus und ich das sog. “Welcome Center” endlich gefunden. Dabei wurden wir von zig Drogendealern angesprochen: “Hasch? Marihuana? Koks?”. Anscheinend gehören wir wohl zur bevorzugten Zielgruppe. Tobi wartete unterdessen beim Bus, der im absoluten Halteverbot stand, was aber niemanden zu interessieren schien. Als Schlafplatz machten wir den Parkplatz eines großen Wohnkomplexes aus. Hier war man zwar ständig beobachtet, aber der Platz spendete Schatten und war zudem kostenlos.

Die alte wackelige Trambahn

An der nahegelegenen Militärschule befand sich eine Metrostation, wo wir uns für 3,45€ ziemlich günstige Tagestickets  kauften und in die Innenstadt fuhren. Hier wollten wir die Tram-Linie E28 nehmen. Die wurde uns vorher empfohlen, da sie alle Sehenswürdigkeiten abklappert. Also stellten wir uns an die volle Haltestelle in der Innenstadt und warteten. Doch es fuhren immer nur (vollkommen überfüllte) E28er Trams in der anderen Richtung an uns vorbei. Als nach 30 Minuten eine Tram bei uns hielt, wir aber keinen Platz mehr hatten, gaben wir auf und gingen den Berg hoch, Richtung Castelo. Auf dem Weg dorthin trafen wir auf eine andere Tramhaltestelle einer anderen Linie, die hoch zum Castelo fuhr. Hier stiegen wir in eine der alten Trambahnen ein, für die Lissabon berühmt ist. Die Fenster sind hier komplett offen, d.h. man kann sich herauslehnen. Die Tram nahm erbarmungslos ihren Weg durch die kleinen steilen Gässchen, alle Autos mussten (u.U. auch rückwärts) ausweichen.

Ausblick

Oben angekommen genossen wir die Aussicht und machten erst einmal Brotzeit. Wir hatten Glück und sahen zufällig eine fast leere E28, sodass wir schnell zur Haltestelle zurückliefen und sogar noch Sitzplätze ergatterten. Wir konnten viel sehen, bis irgendwann die Fahrerin “Final!” sagte und wir aussteigen mussten. Eigentlich sollte es ja eine Rundlinie sein; sie hatte wohl Mittagspause. Glücklicherweise konnten wir gleich in die nächste (komplett leere) Tram E28 einsteigen und nochmal in die anderen Richtung fahren. Auch hier hörten wir wieder ein “Final!” und wir stiegen aus, wieder nahe des Castelo. Dort gingen wir dann auch hin. Leider kostete die “Burg” Geld, sodass wir wieder nach unten gingen.

Dort entschieden wir nach einem Gang durch die Einkaufsmeile nach Belén zu fahren, einem außerhalb gelegenen Teil Lissabons. Dafür mussten wir in eine Art Zug umsteigen. Als wir beim Bahnhof ankamen mussten wir leider feststellen, dass hier unsere Tickets nicht golten. Also fuhren wir wieder zurück in die Innenstadt. Als kleine Stärkung kauften wir uns dort “Pasteles de nata”, kleine Blätterteigteile, die mit einer Creme gefüllt sind. Himmlisch!

Da wir vorhatten, uns Lissabon bei Nacht anzuschauen, fuhren wir zum Bus. Auf dem Weg zwischen
Metrostation und Parkplatz stand ein Brunnen, den wir sofort nutzten, um unsere Haare (leider ohne Shampoo) zu waschen. Später aßen wir und zogen uns um. Dann gings wieder zurück in die Stadt. Leider waren wir zu spät dran, um einen der Aufzüge zu nutzen, um auf den anderen Hügel innerhalb Lissabons zu gelangen. Obwohl noch eine lange Warteschlange vorhanden war, wurden die Tore einfach geschlossen. Also stapften wir zu Fuß die Treppen hinauf, auf denen Restaurantbesitzer ihre Tische und Stühle aufgestellt hatten, denen man ausweichen musste. Oben erwartete uns das Lissaboner Nachtleben. Hier reihten sich Clubs neben Bars und Discos. Spätnachts fuhren wir mit einer der letzten Metros wieder heim.

Zu Besuch in Madrid

von am 16.08.2010 unter (15) Spanien, Europareise

Hochsicherheitstrakt Wohnhaus

In der Nachmittagshitze kamen wir in Madrid an. Wir suchten uns ein Wohngebiet weit außerhalb der Innenstadt. Bei sengender Hitze machten sich Marcus und ich auf den Weg in die Innenstadt, um Stadtpläne und Tipps in einer Tourist-Info zu holen. Tobi ging es nicht sonderlich gut, daher blieb er im Bus.

Die Wohngegend in der wir parkten war eher für die gehobene Klasse. Jeder Hauskomplex hatte mehrere Pools im Hof, die sogar von Bademeistern bewacht wurden. Alle Hausanlagen waren hochumzäunt und man konnte nur an eigens engagierten Pförtnern in kleinen Häuschen vorbei. Außerdem waren überall Überwachungskameras; als Dieb sollte man von diesen Gegenden lieber die Finger lassen. 😉 Interessant war der vierspurige Ausbau der Straßen mit eigenen Fahrradstraßen, obwohl hier so gut wie keine Autos unterwegs waren.

Im Internet hatten wir uns vorher schon die Adresse einer Information herausgesucht, jetzt mussten wir nur noch dahin finden. Das erste Problem war der Bus, der uns zu einer Metrostation bringen sollte. Wir wussten nicht welchen Bus wir nehmen konnten und vor allem in welche Richtung wir mussten. Auf der Karte an der Bushaltestelle konnten wir zwar nach langer Suche unseren Standpunkt finden, aber weder Bushaltestelle noch Linie waren eingezeichnet.

Überdachte Einkaufsmeile

Also stiegen wir einfach in den nächstbesten Bus ein. An der Bushaltestelle hatten wir ein Touristenticket für 2 Tage für 8€ entdeckt. Das wollten wir kaufen, was aber nicht ging, wie uns der Busfahrer (mangels Englisch) händefuchtelnd mitteilte. Wir mussten erst zur Metrostation fahren und uns dort das Ticket kaufen. Jetzt bräuchten wir ein Einzelticket für 1€, um zur Metrostation zu gelangen… Wenigstens war der Bus klimatisiert.

In der Stadt angekommen waren wir völlig orientierungslos. Erst mit Navi konnten wir die vorher rausgesuchte Adresse finden, an welcher sich aber keine Tourist-Info befand. Nach einiger Zeit des Herumirrens (in welcher uns weder Politesse noch Metrostations-Infofrau weiterhelfen konnten) sind wir in einen Elektronikladen, um an den dort ausgestellten PCs andere Adressen zu finden. Nach langer Suche kamen wir zu dem Schluss, dass Madrid keine Information hat. Wir latschten aus dem Laden heraus, bogen um die nächste Ecke und sahen zwei Container auf einem Platz stehen mit der Aufschrift “Tourist Information”. Manchmal hilft einem eben nicht mal das Internet weiter.

Das spanische Fest

Wir schauten uns anschließend noch ein wenig die Stadt an und stiegen dann in die Metro, um in einen Park in einem Außenbezirk zu fahren. Dort angekommen hörten wir laute Musik, der wir folgten. Es stellte sich heraus, dass hier mitten im Park eine Art “Einheimischen-Fest” stattfand. Wir waren die einzigen “Nichtspanier” hier und wurden auch kritisch beäugt. Überall hatten einzelne Familien “Stände” aufgebaut, an denen sie Grillfleisch, Bier und viele andere spanische Spezialitäten anboten. Einige Familien spielten Musik zu der die Leute tanzten. Das Fest war ein Erlebnis für sich!

Da es dunkel wurde fuhren wieder zurück zum Bus, wo uns Tobi schon erwartete. Nachdem wir alles erzählt hatten gingen wir ins Bett.

Da die Infos der Tourist Info recht dürftig waren, machten wir am nächsten Tag einen Stadtrundgang, den Marcus vorher auf sein Handy heruntergeladen hatte. Tobi konnte mit seinen Spanischkenntnissen aus der Schule ein wenig mehr vestehen als wir. Wir sahen uns die Markthalle und eine kommerzialisierte Kathedrale, genauso wie den Königspalast und dessen Gärten an. Leider hatte Madrid nicht viel mehr zu bieten, sodass wir nach einigen Stunden wieder zurückgingen und wir so schon ein wenig Strecke nach Lissabon zurücklegten.

San Sebastian und das erste Bad im Atlantik

von am 15.08.2010 unter (15) Spanien, Europareise

Nachdem wir die französisch-spanische Grenze überschritten hatten fuhren wir nach San Sebastian. Hier wollten wir “am Meer” parken, um dort zu übernachten. Also haben wir einfach einen Punkt auf der Karte markiert und sind dort hin. Das wir dafür im ersten Gang enorme Steigungen überwältigen mussten, es folglich eine Steilküste war, wusste wir vorher nicht. So campten wir mit Meerblick an einer abgelegenen Straße.

Bus am Atlantik

Am nächsten Morgen entschieden wir, vor der Weiterfahrt noch einmal ins Wasser zu springen. Wir suchten uns einen Strand in der Nähe und freuten uns über die hohen Wellen. Als Marcus und ich ins Wasser gingen (Tobi passte auf unsere Sachen auf) wurden wir sofort wieder hinausgepfiffen. Leider konnte uns der “Bademeister” mangels Englischkenntnissen nicht wirklich klar machen, wie die Regelung nun ist, wir verstanden nur, dass wir nicht baden durften, da Surfer im Wasser waren. Also gingen wir einfach hundert Meter weiter und dort ins Wasser. Hier störte es niemanden. Wie wir später herausfanden, durften wir nur zwischen bestimmten Fahnen ins Wasser zum Baden. Wie schon erwähnt, waren die Wellen riesig und überrollten uns einfach. Ein langsamen hineinwaten ins Wasser war unmöglich, man war sofort komplett nass. Dank der meterhohen Wellen hatten wir auch gleich eine gratis Salzwasser-Nasendusche.

An diesem Tag fuhren wir noch einige Kilometer durch die Pyrenäen um dann auf einem Feld zu Übernachten. Von hier aus führte uns der Weg durch eine wüstenähnliche Landschaft nach Madrid.

La Rochelle, der kulinarische Höhepunkt der Reise

von am 13.08.2010 unter (14) Frankreich, Europareise

Grillen

Die Strecke von Paris nach La Rochelle war zu weit, um sie an einem Tag zurückzulegen. Deswegen machten wir an einem Sonnenblumenfeld Halt und packten unseren Grill aus. Wieder einmal gab es spezielles französisches Fleisch, das wir so noch nicht gesehen hatten und dazu Baguette, Kartoffeln und co. Unser “Nachbar” begrüßte uns freundlich, als es mit dem Auto vorbeifuhr.

Gegen Mittag des nächsten Tages kamen wir in La Rochelle an. Von den Bekannten Tobis dort wurden schon begrüßt, bevor wir überhaupt eingeparkt hatten. In ihrem Garten wurden wir anschließend verköstigt mit einem riesigen französischen Laib Brot, zu dem es leckeren Schinken und Käse gab. Außerdem wurde uns eine tolle Fleischspezialität aus Le Mans gereicht, dessen Name mit leider entfallen ist. Es handelte sich dabei um Schweinefleisch das in Schmalz war und aufs Brot geschmiert werden konnte. Aus dem eigenen Garten holten uns Norbert und Monique anschließend noch Tomaten, die wir in unserem Leben so noch nicht kosten durften und supersüße Pflaumen sowie Feigen. Der zugehörige Wein durfte natürlich nicht fehlen und so köpften wir gleich eine Flasche Rosé.

Nachdem wir uns alle geduscht hatten, fuhren wir mit Norbert in die Stadt, wo er uns zuerst den Hafen zeigte. Danach gingen wir die kleinen Einkaufsgassen entlang, sahen das Rathaus und die alten Verteidigungsanlagen am Hafeneingang. Wir fuhren weiter zum Jachthafen, der zu den größten Europas gehört. So viele Segelmasten habe ich noch nicht auf einem Fleck gesehen!

Jachthafen von La Rochelle

Wieder “zu Hause” angekommen, gab es Hähnchenschenkel mit französischer Würzung und Bratkartoffeln. Auch hier wurden wieder die Flaschen geköpft, das gehört so einfach zur französischen Mentalität. 😉 Bis spät in die Nacht erzählten wir uns viele Geschichten. Wir von unseren Reiseerlebnissen und sie von ihren Erlebnissen auf ihren zahlreichen Deutschlandreisen. Norbert und Monique sind große Deutschland und vor allem Bayern-Fans, wie sie uns verrieten.

Gruppenfoto

Den nächsten Tag nutzten wir dazu, uns mal wieder auszuruhen, nachdem vor allem Paris, aber auch die Städte davor doch ganz schön viel Energie gekostet hatten. Mittags gab es ein Omelette und dazu Tomatensalat mit den eigenen Tomaten aus dem Garten. Köstlich! Am Nachmittag lieh sich Tobi noch ein Fahrrad, um etwas rumzukurven, ich schrieb Blogartikel und suchte Fotos raus, die dann Marcus bearbeitete. Den Abend verbrachten wir schon wie am Tage zuvor mit essen, trinken und erzählen.

Nach einem leckeren französischem Frühstück verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Weg nach Bordeaux. Hier besitzt die Tochter der Beiden zwei “Quick”-FastFood Restaurants. Wir waren eingeladen uns kostenlos die Bäuche vollzuschlagen. Im Restaurant angekommen konnte ich mal wieder meine Französischkenntnisse testen. 😉 Der Verkäufer konnte nämlich kein Wort Englisch und es war schwierig ihm klar zu machen, dass wir mit der Chefin reden wollten. Doch irgendwann war ihm klar, was wir wollten und er holte sie. Nach einem kurzen Plausch durften wir bestellen. Drei Gänge aus Burgern, Pommes, Churros und anderen Spezialitäten später waren wir pappsatt.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Norbert und Monique + Familie für alles! 🙂

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